07.09.10 / 18:18 Uhr

Entgegengesetzter Trend zu Landesbilanz

VfB Stuttgart: Zunahme an gewaltbereiten Fans

Von: Pixelio / Claudia-Hautumm

Ein Fußballspiel sollte Spaß machen. Gemeinsam mit Freunden den Sieg der eigenen Mannschaft bejubeln oder bei einer Niederlage das Leid in der Gruppe teilen, die Euphorie und Dynamik der Menge sowie sportliche Begegnungen auf hohem Niveau: das macht den Reiz dieses Mannschaftsports aus. Doch manche Fangruppen haben andere Ziele. Sie sind auf Randale aus. Laut einem Bericht von Innenminister Heribert Rech sinkt erfreulicherweise die Zahl der Straftaten im Land. Entgegen dem Landestrend hat der VfB Stuttgart allerdings zunehmend ein Problem mit gewaltbereiten Fans.


Rech betonte, es gebe eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, Städten und der Polizei, die zum Rückgang der Straftaten beitrugen. "Die Sicherheitslage hat sich merklich verbessert. Das zeigt, dass die vor einem Jahr vereinbarten Maßnahmen greifen", wird Rech in der Meldung eines Online-Dienstes zitiert. Nach seinen Angaben sanken die Anzahl der Straftaten im Vergleich zur Vorsaison um 38 Prozent. "Auch bei den Freiheitsentziehungen gab es im Verhältnis zur Vorsaison eine positive Entwicklung", erklärte der Minister. Sie gingen von 1134 auf 678 zurück.

Die Anzahl der "Problem-Fans" sei allerdings im vergangenen Jahr um 85 auf 1345 gestiegen. So bezeichnet die Polizei alle mit Stadionverboten belegten oder durch besondere Aggressivität aufgefallenen Anhänger. Zuwächse gebe es insbesondere beim VfB Stuttgart und bei Waldhof Mannheim. Fanprojekte der Vereine sollen unter anderem als Präventionsmittel eingesetzt werden. In Stuttgart scheiterte ein solches Projekt allerdings bislang, weil die Stadt es im Gegensatz zum VfB Stuttgart und zur Deutschen Fußball-Liga finanziell nicht unterstützen würde.

(jd)









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