Form- und Führungskrise auf dem Spielfeld
VfB Stuttgart: Verdrängt Kuzmanovic Kapitän Hitzlsperger?

Der VfB Stuttgart kann anscheinend nicht mehr gewinnen. Gute Anfänge werden durch Rückschläge zunichte gemacht. Eigene Chancen werden durch Unsicherheiten und Fehler nicht in zählbare Erfolge verwandelt. Eine Lage, die ansteckend wirkt und in der man sich einen führungsstarken Kapitän wünscht. Doch Thomas Hitzlsperger ist seit Wochen außer Form, wirkt ratlos und alles andere als vorbildlich für die Kollegen.
Der Serbe Zdravko Kuzmanovic dagegen lässt sich nicht von der allgemeinen Unsicherheit anstecken. Trainer Markus Babbel schreibt ihm absoluten Siegeswillen, Aggressivität und Dynamik zu. Eigenschaften, die bei den Spielern des VfB Stuttgart selten geworden sind. Doch Kuzmanovic stellt sie unter Beweis und rettet den VfB in zwei wichtigen Spielen vor dem absoluten Debakel: Sowohl gegen Sevilla als auch gegen Hertha schoss er den wichtigen Ausgleich.
Zdravko Kuzmanovic zeigt sich selbstbewusst und freut sich auf die kommende Begegnung gegen die Glasgow Rangers in der Champions League: „Da muss man selbstbewusst hinfahren, den Kopf freihalten und mit Freude spielen. Also, ich bin keiner, der Angst hat“, wird er von einer Stuttgarter Tageszeitung zitiert. Eine Einstellung, die man sich von einem Kapitän wünscht. Und vielleicht verdrängt Kuzmanovic den Kollegen Hitzlsperger schon bald von diesem Posten.
(jd)

