07.11.18 / 09:54 Uhr

Trainingspensum steigern

VfB Stuttgart: Weinzierl zieht die Zügel an

Von: Pixelio / Verena-N

Der Einstand von Markus Weinzierl als neuer Trainer des VfB Stuttgart ging gründlich daneben. Drei Spiele, drei Niederlagen und kein einziger Treffer, dafür aber elf Gegentore. Die Gründe sieht er in der mangelnden Fitness der Spieler begründet, die durch seine offensivere Ausrichtung deutlich zu Tage treten. Daher zieht er die Zügel an.


"Frankfurt ist gegen uns 400 Meter mehr gesprintet und hatte 600 Meter mehr Tempoläufe. Das ist in der Summe ein Kilometer mehr mit hoher Geschwindigkeit Wir konnten das Tempo nicht mitgehen und waren in der Intensität unterlegen. Das Spiel gegen Frankfurt war definitiv ernüchternd, so reicht es nicht. Wir sind zu anfällig, im Defensiv-Verhalten waren wir total unterlegen", kommentierte er die 0:3-Pleite gegen Frankfurt.


Tatsächlich ist die Laufleistung der VfB-Spieler im Vergleich zur Vorsaison zurückgegangen. Waren es in der letzten Spielzeit noch 116,15 Kilometer pro Partie im Schnitt, so sind es momentan lediglich 113,40. Laut Bericht einer Stuttgarter Tageszeitung laufen nur die Düsseldorfer noch weniger. Beide Mannschaften stehen auf den letzten Tabellenrängen.


Es fehlt an nahezu allen läuferischen Elementen. Laut Oliver Schmidtlein, ehemaliger Fitness- und Rehatrainer des FC Bayern München und der Nationalelf, könnte dies auch am psychologischen Druck liegen: „Das Problem, das der geneigte Zuschauer im Stadion zu sehen glaubt, ist vielleicht auch durch Gehemmtheit oder Angst bedingt. Vielleicht sind die Agilitäts-, Sprint- und Ausdauerwerte gut – da muss der Trainer dann mehr Psychologe sein.“  


Das sieht Weinzierl ähnlich. „Die Erwartungshaltung vor der Saison war sehr hoch, vielleicht zu hoch. Auf den neuen Ist-Zustand müssen sich alle nun einstellen, das ist nicht einfach, es gibt eine große Verunsicherung."

(cm)





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